Hanoi

14. – 18. August + 19. – 22. August 2011

 

  • Von Cu Nam gab es laut unserem Backpacker Hotel nur eine Möglichkeit nach Hanoi zu kommen. Ein Nachtbus passiert eine Stadt ungefähr 30 Minuten von Cu Nam entfernt. Auf dem Rücksitz von zwei Motorrädern wurden wir also in die Stadt gebracht (deren Namen habe ich leider vergessen). Es war eine super schöne Fahrt: Sonnenuntergang, das warme, orange farbige Licht über den saftig grünen Reisfeldern. Von Zeit zu Zeit sahen wir Bauern auf ihren Fahrrädern auf dem Weg zu nach Hause.
  • Unser Bus hatte ca. 2h Verspätung. Natürlich waren wir zudem rund 1,5h zu früh bei der “Busstation”. Am Strassenrand einer Hauptstrasse versuchten wir die Langweile zu bekämpfen. Wir wurden freundlicherweise von unserem “Ticketverkäufer” auf einen Tee eingeladen und machten es uns so bequem wie möglich auf den kleinen, bunten Plastikstühlen (eigentlich für Kinder gefertigt, aber wir haben uns daran gewöhnt, denn in vielen asiatischen Ländern findet man diese in Restaurants etc.). Natürlich fuhren in der Zwischenzeit unzählige Busse mit der Aufschrift Hanoi vorbei, was uns einmal mehr etwas verärgerte (soviel zu es gibt nur eine Möglichkeit nach Hanoi zu gelangen).
  • Der Bus traf ein und wir stiegen ein. Der Bus war bis zum letzten Bett besetzt, jawohl, ihr habt richtig gelesen: Bett! Der Bus war mit drei Reihen von einfachen, schmalen Metallgestellen gefüllt. Wir drängten uns also durch den schmalen Gang im Halbdunkeln an den Leuten vorbei in den hinteren Teil des Buses, wo unsere Plätze waren. Wir hatten ein Bett auf der rechten Seite, und einen weiteren Platz in der letzten Reihe. Die letzte Reihe waren jedoch keine separaten Betten, sondern einfach eine lange Bank. Unsere Gesichter müssen Bände gesprochen haben, so dass ein überaus netter, junger Vietnamese uns anbot seinen separaten Platz gegen unseren Massenschlag-Platz zu tauschen. Pheew, es gibt sie also doch, die aufmerksamen und unglaublich netten Vietnamesen! 😉
  • Die Fahrt war eigentlich nicht relativ komfortabel, abgesehen von den unangenehmen Geräuschen und Ausdünstungen der Fahrgäste (vom sich Übergeben bis hinzu zu toxischen Fürzen war alles vorhanden). 🙂
  • Nach 10 Stunden Fahr sind wir dann in Hanoi angekommen. Wir waren bereits vorgewarnt dass es sehr viele Taxifahrer Betrüge in der Hauptstadt gibt. Wir hielten also Ausschau für Taxis von zwei mehr oder weniger vertrauenswürdigen Unternehmen. Leider kam keines vorbei, so dass wir eine andere Gesellschaft nehmen mussten. Kurz: Der Taxi Meter war präpariert, er wollte das ungefähr 2,5x des Preises, es gab eine lange und mühselige Diskussion vor dem Hotel, eine Hotelangestellte übersetzte für mich ins Vietnamesische: “Ich bezahle dir den fairen Fahrpreis. Wenn dir das nicht passt dann ruf die Polizei.” Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Schnauze voll von Betrügereien und entschloss mich dieses eine Mal gebe ich nicht nach. Ich habe gewonnen, natürlich nicht ohne den fahlen Nachgeschmack und sauer zu sein. 🙂
  • Hanoi hat eine schöne Altstadt (old quarter). Handwerker und kleine Läden scheinen sich nach der Art der Ware eingemietet zu haben: Entlang einer Strasse werden Blechboxen verkauft, entlang der nächsten befinden sich z.B. hauptsächlich Schlosser. Wir haben diese Art von “Einteilung” in vielen Städten/Ortschaften Asiens angetroffen. Im Westen gibt es so was meines Wissens nicht. Ich mag mich nicht erinnern irgendwo in Europa oder Amerika eine Strasse mit fast ausschliesslich Schlossern gesehen zu haben. 🙂 Leider verschwinden diese kleine Handwerksbetriebe allmählich aus der Altstadt wegen stetig steigender Immobilienpreise …
  • In der Nähe der Altstadt liegt der Hoan Kiem See mit grünen Gehwegen. Eine Erholungs-Oase für Einheimische als auch Touristen, denn Hanoi ist laut und hektisch (vor allem dank der unzähligen Scooters). Uns gefiel der Ngoc Son Temple auf einer kleinen Insel über die “Huc” Brücke erreichbar ist.
  • Wir haben im “Fanny Ice Cream” Durian Glace (Speiseeis) probiert. Nicht zu empfehlen: Der schweissige, seifige Geschmack verfolgte uns noch für den Rest des Tages, trotz Kaugummis. 🙂
  • Wir haben das berühmte Wasserpupen Theater besucht. Obwohl in der heutigen Form in Hanoi sehr touristisch, beruht es auf alter Tradition. Die Puppen “spielen” im Wasser und erzählen eine Geschichte. Das ganze wird mit Musik eines mini live Orchester untermalt. Ich habe es sehr genossen. Der Feuer speiende Puppen Drachen über Wasser kam so richtig zur Geltung mit der Musik. Siehe auch meinen youtube Video Clip weiter unten (leider ohne Drachen).
  • Der Literaturtempel ist keine religiöse Städte. Es war die erste Universität in Vietnam und dient ebenfalls als Gedenken an Konfuzius. Es ist eine architektonisch sehr schöne Anlage und sieh wirklich mehr wie ein Tempel als eine Universität aus.
  • Die Messen in der St. Joseph’s Cathedral sind sehr beliebt. So beliebt dass Lautsprecher vor der Kirche aufgestellt werden und einheimische Gläubige mit ihren Scootern direkt vor der Kirche halt machen. Ein schön anzuschauendes Ereignis. 🙂
  • Mir gefiel die Atmosphäre von Hanoi besser als diejenige von Ho Chi Minh City (Saigon). Das Zentrum fühlt sich viel kleiner und kompakter an, die Leute haben eine ganz andere Ausstrahlung, die Gebäude sind viel weniger hoch. Eines ist jedoch fast gleich: Die Hektik in den Strassen vor allem dank den Scootern.

 

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Dies sind meine 10 Top Fotos. Viele weitere sind auf meiner Hanoi Seite auf ali.ch online (Foto/Kamera Symbol anklicken).

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